Geschrieben von: Herr Hartmann
Dienstag, den 05. Juli 2011 um 19:58 Uhr
Austriabote -
Wirtschaft
Ein Unternehmenskauf ist ein kompliziertes Unterfangen und nur allzu oft sind Geschichten durch die Börsenblätter und Wirtschaftsmagazine gegeistert, bei denen Unternehmen völlig falsch bewertet wurden oder bankrotte Unternehmen für Millionen verkauft wurden. Besonders fatal kann eine solche Fehleinschätzung im Mittelstand sein, denn oftmals werden diese Unternehmen nicht von Investmentbanken durch eine Kredit-Korsage gestützt.
Dabei ist der
Mittelstand in Deutschland der treibende Wirtschaftsfaktor. Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 99% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen dem Mittelstand zuzuordnen sind. Diese Zuordnung stützt sich auf eine quantitative Definition des Instituts für Mittelstandsforschung, nach der ein Unternehmen dem Mittelstand zuzuordnen ist, wenn nicht mehr als 499 Mitarbeiter hat und der Jahresumsatz 50 Millionen nicht überschreitet. War es früher Gang und Gebe, dass ein Familienbetrieb im Rahmen der Nachfolgeregelung an die Kinder übergeben wurde, haben mittelständische Unternehmen heutzutage mit verschiedenen Faktoren zu kämpfen, die den Unternehmenskauf zum Balanceakt werden lassen.
Hier ist besonders der demografische Wandel zu nennen, der in Deutschland dafür sorgt, dass zu wenig Kinder geboren werden und somit zu einer Überalterung der Menschen führt. Zuwenig junge Menschen stehen der deutschen Wirtschaft zur Verfügung und die Betriebe finden keine Arbeitskräfte und müssen sich verkleinern. Des Weiteren droht Deutschland ab 2015 der Fachkräftemangel. Eine Ausbildung zur Fachkraft, besonders im Handwerk, scheint für Jugendliche nicht mehr attraktiv, wenn Helfertätigkeiten dafür sorgen, schnell verhältnismäßig viel Geld zu verdienen. Somit werden Unternehmen zunehmend an Dritte verkauft. Das sollte aber nach einigen Spielregeln geschehen, um Pleiten zu vermeiden. Zunächst sollte eine ausreichende Analysephase stattfinden. Sie dient der Sondierung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, denn die Suche nach dem richtigen Käufer kann mehrere Jahre dauern. Wenn beide Parteien einem Unternehmenskauf zustimmen, sollten die vertraglichen Verhandlungen unbedingt von Profis begleitet werden, denn es werden nicht nur positive Bilanzen, sondern auch Schulden verkauft und ein guter Unternehmensverkauf zeigt Gewinner auf beiden Seiten.
Pressekontakt: HSAI - Herr Hartmann - 78073 Bad Dürrheim